Tipps

 

Rezept zur Herstellung der sogenannten "Taubensuppe"


Suppe-1-1Das Gemuese zur Taubensuppe
Suppe-2-2
So sieht es aus wenn sie fertig ist

1 Stück große Sellerie Knolle ,   2 Stück Knoblauch Knolle,  5 Stück große Zwiebeln, 5 Stück große Rote Beete ( Rote Rüben oder Randen )

5 Stück Rote Paprika ,  5 Stück große Karotten ,  ca. 1,5  Liter Obstessig .

Das alles kleinschneiden und dann nach und nach in einen Mixer geben und immer den Obstessig hin zu tun wegen der Feuchtigkeit. Der Obstessig verhindert dann auch, daß diese Suppe zum schimmeln kommt.

Dann alles in einen Eimer geben und gut mit einander vermengen. Danach kann die Suppe in kleinere Gefäße abgefüllt werden, aber immer aufpassen, daß man die Gefäße nicht ganz voll macht wegen des Drucks der sonst den Deckel anhebt.

Wenn möglich die Suppe zwei mal in der Woche verabreichen. In folgender Menge auf einen  1 Liter Körnerfutter 1 Eßlöffel Suppe zusammen mit den Körnern vermischen.

Man wird beobachten können, daß die Tauben sofort einen festen Kot ausscheiden. Fester Kot bedeutet bei Tauben immer, daß sie Gesund sind.

Ein Versuch ist es allemal wert, denn die Kosten für das Gemüse sind nicht hoch.

Krankheiten von Kaninchen

In den letzten Jahren sind die Krankheiten beim Kaninchen sehr häufig geworden. Das ist zum einen der Schnupfen, Enterocolitis, Myxomatose und RHD.

RHD es ist seltsam, dass bei RHD wo es im Süddeutschen Raum kaum Probleme gibt, da muss man vom Verband aus impfen. Obwohl es keine Rechtliche Grundlage dafür gibt, denn RHD steht nicht in der Seuchenordnung . Als Züchter wird man das Gefühl nicht los, dass hier etwas hochgehalten wird woran einige Personen gut verdienen. Noch nie konnte mir jemand genaue Angaben machen wo RHD aufgetreten ist, es wird immer von sogenannten "Hasenhaltern" gesprochen, von denen gibt es aber fast keine mehr. Meiner Meinung nach ist das impfen gegen RHD eine Abzocke der Züchter. Es sollte einem jeden Züchter selbst überlassen werden ob er impfen will oder nicht.

Myxomatose ist eine anerkannte Seuche auch gibt es einen Impfstoff, hier ist es jedem Züchter selber überlassen ob er dagegen impfen will oder nicht. Obwohl in ganz Deutschland mehr Kaninchen an Myxomatose, als an RHD verenden muß man gegen Myxomatose nicht impfen.

Schnupfen ist eine weit verbreitete Kaninchen Krankheit. Dagegen gibt es einen Impfstoff, jedoch auf längere Sicht nicht wirksam. Hier kann man kurzfristig viel Geld ausgeben. Auch hier besteht kein Impfzwang obwohl diese Krankheit auf Ausstellungen immer wieder gesehen wird. Von der Ausstellungsleitung werden zwar solche Tiere in den kranken Stall gebracht doch ist dies nur ein kleiner Teil der "Schnupfentiere" zudem wird es verharmlost und als Bagatelle angesehen . Den wenn ein Tier einmal Schnupf bekommt man es nicht wieder gesund. Maßnahmen gegen Schnupfen sind aus meiner Erfahrung verstärkt in der Einstreu der Stallungen zu suchen. Bei meinen Stallungen ganz im Freien, habe ich 24 Buchten mit Drahtroste mit einem Abstand ca. 6 cm zum Boden. Da streue ich Sägemehl ein und darüber eine Handvoll Brandkalk damit der Urin gebunden wird denn der aufsteigende Ammoniak ist das größte Übel für die Schleimhäute unserer Kaninchen. Denn hat schon einmal ein Züchter wenn er die Bucht gereinigt hat den Kopf in die Bucht gesteckt bevor er sie wieder eingestreut hat, dann weis er was dies für ein furchtbarer ätzender Gestank ist. Bei meinen restlichen 76 Buchten im Innenstall habe ich Kotwannen mit Stroh Einstreu aber unter dem Stroh habe ich immer Sägemehl welches den Urin bindet. Ich kenne Züchter die große Probleme mit dem Schnupfen haben. Aber warum, sie nehmen schönes Stroh streuen dies ein und sonst nichts. Es ist ebenso wichtig unter das Stroh Sägemehl zu geben, dass es den Urin aufsaugt. Nur Stroh allein ist nicht in der Lage diesen Urin zu binden. Noch schlimmer sind die Buchten bei denen der Urin nach hinten ablaufen soll. Denn nicht jedes Kaninchen pinkelt gerade an die Rückwand damit der Urin schnell ablaufen kann. Viele Kaninchen pinkeln auch mitten in die Bucht und von dort aus dauert es lange bis der Urin hinten abläuft. Zu dem stehen unsere Stallungen meistens mit dem Rücken nach Süden, wenn dann die Sonne darauf scheint ist der Gestank perfekt. Da ich kein Grünfutter füttere wird bei mir nur alle 3 – 4 Wochen gemistet, denn ich füttere nur Heu, Pellets  und Hafer, dazu natürlich immer Wasser. Seit ich diese Einstreu Methode anwende habe ich keine Probleme mehr mit Schnupfen.

Es ist natürlich Klar, daß das was ich hier geschrieben habe , ganz allein meine eigenen Erfahrungen sind und ich nicht behaupten will, dass ich damit nur Recht habe. Es sollen nur einige Erfahrungen aus meiner 50jährigen Kaninchenzucht sein und ein jeder Züchter muß selbst entscheiden was er dagegen macht, jedoch ein Versuch kostet nicht viel.

Enterocolitis:

Enterocolitis ist eine Krankheit die ich nur schwer einschätzen kann was das ist, diese Krankheit ist mir erst seit Beginn der BSE und Maul-Klauenseuche der Rinder und Schafe in den 90 ziger Jahre bekannt. Es wurden von sehr kompetenten Tierärzten Forschungsarbeit betrieben, da aber der Verdauungstragt eines Kaninchen so schwierig ist konnte von den Ärzten noch kein Impfstoff gegen diese Krankheit gefunden werden.

Bei Enterocolitis werden die Verluste akzeptiert, aber bei den wenigen Tiere die an RHD verenden da wird eine Show abgezogen nur, dass einige daran gut verdienen. Ich habe schon unserem LV Vorsitzenden vorgeschlagen einen Untersuchungsausschuss einzusetzen um die wirklichen RHD Fälle im Lande zu prüfen, aber davon will er nichts wissen, warum wohl ?
Am besten ist natürlich der Züchter dran dem seine Tiere von Natur aus gesund sind und keine Medikamente brauchen.

Zum Thema Enterocolitis  kann ich folgendes schreiben, da ich meine Fütterung zur Hälfte umgestellt habe verendet mir fast keine Kaninchen mehr.  Bis  vor einem Jahre habe ich 50% Pellets, 25% Weizen und 25% Gerste gefüttert, mit dem Problem, dass mir Jungtiere verendet sind. Mit DENAGARD Tiamulin 10% oral Pulver konnte ich das Problem in den Griff  bekommen.  Ein guter Bekannter von mir der ebenfalls Englische - Schecken züchtet brachte mich auf den richtigen Weg. Dieser Züchter füttert seit Jahren Pellets gemischt mit gequetschtem Hafer und siehe da ihm verenden nur wenige Tiere. Wenn man so Alt ist wie ich dann ist man doch etwas eingefahren in seiner Fütterungs Methode. Da ich, aber ein Mensch bin der über alles nachdenkt und sich Gedanken macht, habe ich es auch so gemacht. Nur war ich mit dem gequetschtem Hafer nicht ganz so zufrieden, wegen der Staubentwicklung. Aber was solls ich füttere den Hafer ganz wie er ist, mit größtem Erfolg. in der Mischung 50% Pellets und 50% Hafer. In den vergangenen Jahren hatte ich noch nie solche Wurfzahlen es waren im Schnitt  ca. 6 Jungtiere , nicht selten 7, 8. 9. einmal sogar 11 Junge waren im Nest, was das für einen Scheckenzüchter bedeutet weis nur einer der Schecken züchtet. Was noch von großem Vorteil ist die Häsinen bekommen fast keine Wamme mehr  was bei unseren kleinen Rassen sehr wichtig ist .  Wenn man bedenkt, dass eines der größten Haustiere das Pferd doch auch sehr stark mit Hafer gefüttert wird,  wird man doch auch Kaninchen damit satt bekommen. Jedoch gibt es Jahre da kann ich auf Tiamulin nicht verzichten, ich warte immer biss das erste Jungtier verendet. Ab diesem Zeitpunkt gibt es dann jeden Tag Tiamulin ins Wasser bis die Tiere ca. 6 Monate alt sind.
Man muss, aber auch wissen, dass es auch Nachteile dieser Fütterung gibt, es ist dies, dass einiger Tiere den Hafer nur auslutschen und die Spelze im Napf liegen lassen, aber was solls man leert den Napf einfach aus. Des weiteren, man muss die Tiere min. ein Monat länger füttern bis man sie auf dem Normal Gewicht hat. Bei Jungtieren muss man aufpassen, da die Rammler früher Geschlechtsreif werden und Probleme machen.
Wenn ich nun die Vorteile und die Nachteile mit einander vergleiche muss ich sagen die Vorteilen über wiegen ganz klar und ich brauche in manchen Jahren kein 
Tiamulin mehr , jedoch man muss seinen Tierbestand immer beobachten und sofort reagieren.
All das was ich berichtet habe und bei meinen Engl.-Sch. und bei den Klein.-Sch. festgestellt habe, also bei sogenannten kleinen Rassen, ob dies bei mittleren und großen Rassen auch machbar ist kann ich nicht behaupten.

Am Samstag, den 22.Februar 2014 fand in Großsachsenheim im Vereinsheim die Zuchtwarteschulung des LV Württemberg der Rassekaninchen Züchter statt. Dort war unter anderem ein Beitrag von Herrn Tierarzt Dr. Thomas Haag aus Bietigheim zu hören zu dem Problem Enterocolitis sowie von einem Vertreter der Farma Industrie. Es ging  um einen Impfstoff  gegen Enterocolitis , beide Herren berichteten sehr ausführlich über den Impfstoff, , jedoch die Ausführung des impfens ist sehr schwierig da müssen erst einige Voruntersuchungen stattfinden.

Schauvorbereitung von Scheckenkaninchen

die Schauvorbereitung und das Putzen ist untrennbar mit unseren schönen Scheckenkaninchen verbunden, will man mit diesen Rassen bei den Ausstellungen bestehen. In früheren Zeiten wurde das korrekte Putzen von Generation zu Generation weitergegeben, zum Teil aber auch fälschlicherweise als persönliches Eigentum und Geheimnis mit sich herumgetragen, was einer Rassenentwicklung alles andere als dienlich ist.

Durch den immer größeren Zuspruch in der Züchterwelt, den unsere Scheckenkaninchen bekommen, wurde auch der Ruf immer lauter, wie denn nun richtig geputzt wird und wo man so etwas lernen kann? Als erste Antwort auf diese Frage fand im Juli 2009 in Schönaich ein "Putz- und Schauvorbereitungskurs" statt, zu dem sehr viele Züchter kamen. Mit dem nun vorliegenden "Leitfaden zum Putzen und zur Schauvorbereitung" möchte ich ein Thema aufgreifen welches in der Vergangenheit teilweise auch ein Tabuthema war. Ein Ziel ist es dabei, auch die Züchter zu erreichen, denen es nicht möglich ist, zu solchen Veranstaltungen zu kommen und auch keine erfahrenen Zuchtfreund in ihrer Umgebung haben. Darüber hinaus wollen wir aber auch denjenigen Zuchtfreunden, was das Putzen betrifft, vielleicht die etwas vorhandene "Angst" nehmen und ihnen so den Weg zu unseren Scheckenkaninchen ebnen.

Bei aufmerksamer Durchsicht wird man sehr schnell feststellen, dass sich sehr viele Tipps und Anregungen ohne weiteres auf sehr viele andere Rassen übertragen lassen. Allein schon aus diesem Grund bin ich mir sicher, dass ich mit diesen Zeilen viele Züchter ansprechen werde.

Da jeder der Scheckenkaninchen putzt und für Ausstellungen vorbereitet, so seine eigenen Tipps und Tricks hat, erhebt dieser Leitfaden keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit oder gar das alleinige Recht des Richtigen. Es werden hier bewährte Vorgehensweisen vorgestellt, die zum Teil mit wenig, zum Teil aber auch mit mehr Aufwand verbunden sind. Sie alle lassen genügend Spielraum, um eigene Erfahrungen mit einzubringen und entsprechend auszubauen.

Ich würde mir wünschen, wenn in ferner Zukunft einmal ein noch umfangreicherer Leitfaden erstellt werden könnte, für den man auf noch mehr Erfahrung zurückgreifen kann. Denn gerade beim Putzen und der Schauvorbereitung lernt man von Ausstellungssaison zu Ausstellungssaison dazu.

Es würde mich freuen wenn diese Zeilen eine große Aufnahme in der Züchterschaft finden würde. Freuen wir uns darüber und wünschen uns, dass in der Folge noch mehr perfekt geputzte Scheckenkaninchen bei den Ausstellungen zu sehen sind – sie sind und bleiben nämlich Rassekaninchen mit besonderem Reiz und Glanzlichter jeder Ausstellung.

" Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!" – in diesem Sinn wünsche ich euch viel Freude und reichlich Erfahrung beim Putzen und der Schauvorbereitung unserer schönen Scheckenkaninchen .

Bevor man mit dem Putzen beginnt sollten folgende Sicht Kontrollen vorgenommen werden.

Das schneiden der Krallen. Denn wenn ich beim Krallen schneiden schon sehe, dass die Krallenfarbe nicht stimmt (bei allen Scheckenkaninchen sind die Krallen pigmentlos weiß) brauche ich das Tier schon gar nicht Putzen. Bei älteren Tieren kommt es immer wieder vor, dass eine schwarze Krallen vorhanden ist. Das fehlen einer oder mehre Krallen, außer der Daumenkralle diese kann auch fehlen. Geschlechtsecken reinigen, auch hier die Geschlechts Teile überprüfen ob sie in Ordnung sind und keine Fehler aufweisen z.B. ein verkrüppeltes Geschlechtsteil oder Hängehoden, oder nur ein Hoden, oder einen Spaltpenis. Die Blume kontrollieren. Sie darf nicht schief sein, sollte nicht zu kurz sein , auch nicht Drahtig und keine Anzeichen auf einen Bruch zurückzuführen ist. Augenkontrolle. Bei den blauen Farbenschläge sollen die Augen eine blaugraue Farbe haben. Bei allen anderen Farbenschläge wie schwarz, thüringerfarbig, dreifarbig und havannafarbig sind die Augen dunkelbraun. Es kommt auch vor, dass ein oder beide Augen blind sind. Tiefliegende oder tränende Augen. Läufe. Die Vorderläufe sollte man kontrollieren ob sie an der innen Seite nicht verklebt sind und wenn ! Besteht der Verdacht auf Schnupfen. Die Behaarung der Vorder - und Hinterläufe kontrollieren. Ohren. Die Ohren sollten geprüft werden ob die Länge zum Körper passt und ob die Ohrmuschel nicht verengt ist. Keine Kippohren Risse oder Verletzungen an Kopf und Ohren. Die Form. Hierzu gehört auch der freie Stand der Tiere, sowie eine ebenmäßige Rückenlinie. Keine spürbare Knochen am Rücken sowie ein rundes Becken. (Keine Hüftknochen). Auf abstehende Hinterläufe. Schwache Kopfbildung bei Rammlern. Gewicht. Für alle Rassen ist ein Gewicht vorgeschrieben. DRSch. 7 kg. RhSch. über 3,75-4,50 kg, KlSch 3,00 – 3,75 kg, Esch 2,50-3,25 kg. ZwSch 1,4 – 1,8 kg. Auf das min. Gewicht verzichten wir darüber ein zugehen, denn wenn ich erfolgreich ausstellen will muss das Gewicht stimmen. Farbe. Wenn die Farbe der einzelnen Farbenschläge nicht stimmt. z.B. wenn bei allen Schecken die Zeichnungsfarbe zu sehr weiß durchsetzt ist, besonders die Ohrenränder sind ein ganz sensibles Thema denn da kann man gar nichts putzen. Ganz besonders bei den KlSch blau-weiß kommt es vor, dass am Ohrenansatz oder auf dem Aalstrich sich eine richtige Silberung zeigt. ( absoluter Ausschuss ) Kennzeichnung. Die Kennzeichnung des rechten und linken Ohres müssen gut lesbar sein. Alle 1,0 Tiere müssen Wammen frei sein bei den DRSch 0,1 ist eine nicht zu große gut geformte Wamme zugelassen alle andere Scheckenrassen egal ob 1,0 oder 0,1 dürfen keine Wamme haben. Verschmutzung. Keine Verschmutzungen am Bauch und den Hinterläufen. Die Grundfarbe bei allen Scheckenkaninchen soll immer ein reines weiß sein. Gebiss. Überprüfen der Zähne auf Missbildung. Aufbeiser oder falsche Zahnstellung. Anmerkung mit solchen Tiere sollte nicht gezüchtet werden. Zeichnung. Zeichnungsmerkmale überprüfen. Kopfzeichnung und Seitenzeichnung welche bei jeder Scheckenrasse vorgeschrieben sind.

Wenn die genannten Punkte alle in Ordnung sind, beginnt das eigentliche putzen.

Zuerst schneide ich die Krallen und putze die Geschlechtsecken.

Dann nehme ich eine Pinzette und beginne mit dem Putzen der kleinen Fehler.

Kopfzeichnung: Ich fange immer mit der Kopfzeichnung an. Diese besteht aus dem Schmetterling, den Augenringen, dem Backenpunkt und der Ohrenzeichnung.

Die Abgrenzung der Ohrenzeichnung hat fast immer auf der Stirn vor den Ohren einen kleinen Ausläufer, dieser Ausläufer kommt bei allen Scheckenrassen vor und wird in der Zwischenzeit durch den Standard tolleriert. An den Augenringen sollten die weißen Haare am Rande leicht weg gezupft werden. Es ist zwar ein kleiner weißer Zacken am oberen Rand des Augenringes erlaubt, aber man kann feststellen, dass ein Tier mit geschlossenem Augenring immer eine bessere Punktzahl in der Kopfzeichnung erhält. Kleine Ausläufer am Augenring können gut entfernt werden. Sogenannte Kopfspritzer wenn sie nicht zu groß sind sollten entfernt werden, was aber sehr schwierig ist. Es gibt auch immer die Diskussion über einen sogenannten doppelten Backenpunkt. Es gibt keinen doppelten Backenpunkt denn jeglicher Punkt am Kopf außer dem Backenpunkt, ist einfach ein Kopfspritzer. Der Schmetterling sollte schön ausgeprägt sein und der Unterkiefer eingefasst sein. Am Schmetterling braucht man in der Regel fast nichts putzen. Darüber gibt es immer wieder Diskussionen auch mit Preisrichtern denn die Unterkiefereinfassung muss nicht Symmetrisch sein. Sie kann ungleichmäßig sein, aber es muss entweder schmal oder breiter eingefasst sein.

Eine geschlossene Unterkiefereinfassung ist ein Ausschlußfehler. Jedoch sollte dies bei einer Häsin sein, gibt es für mich kein Problem mit solch einem Tier zu züchten, denn in 37 jähriger Scheckenzucht ist dies mir erst zweimal vorgekommen.

Seitenzeichnung:

Die Seitenzeichnung besteht aus dem Aalstrich und der Seitenzeichnung.

Der Aalstrich beginnt im Genick und endet an der Blumenspitze. Laut Standard ist eine Unterbrechung im Genick bis zum Ende der Schulterblätter und vom Ansatz der Blume bis zur hochgelegten Blumenspitze ein Leichter Fehler. Für mich nicht mehr zu akzeptieren, dies sollte ein absoluter Schwerer Fehler sein. Denn kein Scheckenzüchter würde im normal Fall solch ein Tier ausstellen denn die Aussichten auf eine hohe Bewertung kann man vergessen und zur Zucht sind solche Tiere absolut nicht geeignet.

Bei den . DRSch. RhSch. KlSch. und ZwSch. Sollen die Seitenpunkte zwischen 3 und 8 liegen, ein ideal liegt zwischen 5 und 8 Seitenflecken. Wobei es oft vorkommt, daß die Seitenflecken nicht immer auf jeder Seite gleich viel sind. Es kann auch nicht sein, daß ein Preisrichter links und rechts den Zeigefinger anlegt und der Meinung ist die Flecken müssen genau gegenüberliegend plaziert sein, so etwas ist nicht möglich!

Die Seitenzeichnung der ESch. Unterscheidet von den anderen Scheckenrassen sehr stark. Den der ESch. hat eine sogenannte Kettenzeichnung. Sie beginnt schräg hinter den Ohren und verläuft schräg nach unten in die sogenannten Weichteile und geht dann in den Schenkel über. Anfangen soll sie zweireihig, was in der Praxis ein Unding ist, denn mit solchen schmalen Kettenzeichnungen kann nur sehr schwierig weiter gezüchtet werden. Da bei der weiter Zucht dann der Kettenansatz verloren geht, eine etwas breitere Kette ist von großem Wert. Wichtig ist immer ein korrekter Kettenansatz, jegliche Unterbrechung in diesem Bereich ist für die weitere Zucht nicht geeignet. Die weitere Seitenzeichnung geht dann fließend in die Schenckelzeichnung über und gerade dabei darf keine Lücke sein, auch für die weiter Zucht kann man bei einer Häsin eine leichte Unterbrechung dulden, jedoch bei einem Zuchtrammler nie ! Denn dies vererbt sich sehr stark. Ebenfalls eine schlechte Schenkelzeichnung bei einem Zuchtrammler ist eine Katastrophe, und eine sehr feine Seitenzeichnung ist auf mehrere Jahre hinweg auch nicht gut. Man sollte wenn es geht immer einen Zuchtrammler mit etwas größeren Punkten zur Zucht nehmen. Denn dies wirkt sich auch auf die Kopfzeichnung aus, denn ESch. mit einer feinen Seitenzeichnung haben fast immer einen Zacken am Augenring dagegen die Tiere mit größeren Punkten haben fast immer einen geschlossenen Augenring.

Bei allen Scheckenrassen ist es ein muss den Aalstrich zu putzen, denn am Rande des Aalstrichs befinden sich immer weiße Fellhaare diese sollte man so gut es geht entfernen, natürlich auch im Aalstrich selbst müssen alle weiße Fellhaare entfernt werden. Ebenso kleine Ausläufer links oder rechts des Aalstrichs sollte man entfernen. Bei allen Scheckenrasse (außer den ESch.) sollten die Seitenzeichnungs Punkte von den überstehende weiße Grannen Haaren befreit werden, denn nur dann kommt die Farbe besser zur Geltung.

Farbe: Bei allen Scheckenrassen sollte die Zeichnungsfarbe ohne weiße Stichelhaare sein. Bei den Rassen mit größeren Seitenpunkte ist es etwas einfacher diese zu putzen, als wie bei den ESch. und gerade bei den ESch. ist die Seitenzeichnung fast bei allen Farbenschlägen stark weiß durchsetzt, hier müssen die Züchter ein größeres Augenmerk darauf haben und züchterisch dagegen steuern . Am schlimmsten ist dies bei den Esch. schwarz + blau zu beobachten, die besten in dieser Pos. sind die thüringer – farbigen da die Zeichnungsfarbe heller ist fällt es nicht so stark auf. Bei den RhSch. ist eine satte Farbe ebenfalls sehr wichtig, der schwarz + gelb Anteil sollte gleichmäßig verteilt ist. Bei den DRSch. + RhSch. + KlSch. + ESch. und ZwSch. egal welcher Farbenschlag liegen die Anforderungen eine satte Zeichnungsfarbe gleich. Was natürlich bei allen schwarzen + blauen und havanna Farbenschläge immer gut zu erkennen ist sind die weißen Ohrenränder. Bei den thüringer farbigen und dreifarbigen Rassen sieht man sie auf den ersten Blick nicht gleich, sind natürlich auch dort sehr verpönt. Denn ein putzen der Ohrenränder ist unmöglich.

Pflegezustand: In dieser Pos. sollte ein Züchter keine Punktabzüge bekommen, denn Krallenpflege, saubere Geschlechtsecken und saubere Läufe müssen eine Selbstverständlichkeit sein.

Transportkisten: Diese sollten den Größen der Rassen angepasst sein,im Internet kann man es  unter Google tvt Merkblatt 78 einmal nachlesen welche Bedingungen an uns Kaninchenzüchtern in allen Angelegenheiten gestellt werden.

Fazit dieses Berichtes ist ganz einfach, wenn man erfolgreich Schecken ausstellen will muss man putzen, an einem Tier mehr und am anderen weniger.

 

Vor dem putzen

Nach dem putzen

Noch ein Hinweis an alle Scheckenzüchter, das Büchlein von Volker Ruble Scheckenkaninchen , zu bekommen beim Verlag Oertel + Spörer,  Berlin sollte bei keinem Scheckenzüchter fehlen. Es ist das Beste was ich in all den Jahren über Scheckenkaninchen gelesen habe.